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Werbeanzeigen

Retargeting

Anzeigen für Menschen, die euch schon kennen – Websitebesucher, Videozuschauer, Warenkorb-Abbrecher.

Auch bekannt als: Remarketing, Wiederansprache

Stell dir vor

Der Verkäufer mit dem guten Gedächtnis

Jemand war letzte Woche im Laden, hat die Jacke zweimal in der Hand gehabt und ist ohne gegangen. Beim nächsten Besuch sagt der Verkäufer: Die Jacke ist noch da, in Ihrer Größe. Das ist Retargeting. Es wirkt, weil die Vorgeschichte da ist. Und es kippt sofort ins Unangenehme, wenn derselbe Satz vier Wochen lang bei jedem Besuch kommt.

Warum das zählt

Weil diese Gruppe die mit Abstand günstigsten Abschlüsse liefert. Die Überzeugungsarbeit ist schon geleistet, es fehlt nur der Anstoß. Gleichzeitig ist die Gruppe klein – sie kann nicht die ganze Kampagne tragen, sondern nur deren Abschluss.

Klartext

  1. Nach Interesse trennen: Wer im Warenkorb war, braucht eine andere Anzeige als wer nur die Startseite gesehen hat.
  2. Zeitfenster begrenzen. Wer vor einem halben Jahr da war, hat sich längst entschieden.
  3. Käufer aktiv ausschließen, sonst bewerben ihr wochenlang etwas, das schon gekauft wurde.
Der typische Denkfehler

Retargeting-Kampagnen sehen fast immer am besten aus. Das liegt daran, dass sie Menschen abrechnen, die ohnehin gekommen wären – nicht daran, dass sie die beste Kampagne sind.

Genug gescrollt?

30 Minuten, ein Kalender-Slot, keine Verbindlichkeit. Hauptsache, ihr seid danach klüger als jetzt.

Retargeting – einfach erklärt | lahnside-Lexikon