Azubi-Recruiting · Mittelhessen

Azubis finden. Da, wo sie scrollen.

Ausbildungsplätze bleiben leer, weil Jugendliche euren Betrieb nie zu sehen bekommen. Wir zeigen ihn da, wo sich 15-Jährige über Berufe informieren: auf Instagram, TikTok und YouTube. Mit euren eigenen Azubis vor der Kamera. Nicht mit Stockfotos.

Blick auf das Kameradisplay beim Interview-Dreh: Laura von lahnside lächelt mit Ansteckmikrofon ins Bild.
Hessen · Ausbildungsjahr 2024/25
2.854Ausbildungsstellen blieben unbesetzt
Kurz gesagt

Wie findet man Azubis über Social Media?

Mit regelmäßigen, ehrlichen Einblicken in euren Ausbildungsalltag. Im Hochformat gedreht, von euren eigenen Azubis erzählt, auf Instagram und TikTok ausgespielt. Dazu eine Bewerbung, die in zwei Minuten am Handy erledigt ist, und eine Antwort innerhalb weniger Tage.

Zwei Zielgruppen gehören dazu: die Jugendlichen selbst und ihre Eltern. Vier von fünf Jugendlichen verlassen sich bei der Berufswahl auf ihre Eltern. Die Jugendlichen erreicht ihr über Reels und TikToks, die Eltern über Instagram und Facebook.

Startet früh. Viele Jugendliche bewerben sich ein bis anderthalb Jahre vor dem Ausbildungsbeginn. Wer im Juni anfängt, Azubis für August zu suchen, sucht in den Resten.

Zuletzt geprüft am

Die Lage

Die Jugendlichen sind online. Viele Betriebe nicht.

Sechs Zahlen, die erklären, warum der Aushang im Berufsschulflur nicht mehr reicht.

  • 63 %

    der 12- bis 19-Jährigen sind regelmäßig auf Instagram unterwegs. Auf TikTok sind es 53 %.

  • 81 %

    der Jugendlichen verlassen sich bei der Berufswahl auf den Rat ihrer Eltern.

  • 88 %

    der Jugendlichen finden eine gute Ausbildungsvergütung ein starkes Argument für einen Betrieb.

  • 46 %

    der Betriebe nennen in ihrer Ausbildungsanzeige überhaupt einen konkreten Betrag.

  • 60 %

    der Jugendlichen haben auf eine Bewerbung schon einmal gar keine Antwort bekommen.

  • 4 von 10

    Ausbildungsbetrieben lassen keine Bewerbung per Smartphone zu.

Was funktioniert

Weniger Imagefilm. Mehr Werkbank.

Sechs Dinge, die Betriebe mit vollen Ausbildungsplätzen anders machen als der Rest.

  1. Eure Azubis erzählen. Nicht die Geschäftsführung.

    15-Jährige glauben Gleichaltrigen. Ein Azubi im zweiten Lehrjahr, der seinen Tag zeigt, schlägt jeden Hochglanzfilm. Und er beantwortet nebenbei die Frage, die sich jeder Bewerber stellt: Passe ich da rein?

  2. Zeigen, was man wirklich macht.

    Was macht eine Industriemechanikerin den ganzen Tag? Die meisten Jugendlichen wissen es nicht. Wer das in 30 Sekunden zeigt, ist im Kopf, wenn die Berufswahl ansteht.

  3. Die Vergütung nennen. In Euro.

    Nicht "attraktiv", nicht "nach Tarif", sondern die Zahl fürs erste Lehrjahr. Fast neun von zehn Jugendlichen achten genau darauf, und nicht mal jeder zweite Betrieb sagt es. Leichter könnt ihr euch nicht abheben.

  4. Die Eltern mitdenken.

    Kaum ein Jugendlicher entscheidet allein. Übernahmechancen, Weiterbildung, ein sicherer Betrieb: Das überzeugt Eltern. Und die sind eher auf Instagram und Facebook unterwegs als auf TikTok.

  5. Regelmäßig statt einmal im Jahr.

    Ein Post zum Ausbildungsstart reicht nicht. Die Berufswahl zieht sich über Monate. Wer in der Zeit immer wieder im Feed auftaucht, landet auf der Liste. Zwei bis drei kurze Videos pro Woche sind ein guter Rhythmus.

  6. Schnell antworten.

    Wer sich bewirbt, bewirbt sich selten nur bei euch. Ein Anruf oder eine Nachricht innerhalb von zwei, drei Tagen ist oft der Unterschied zwischen Vorstellungsgespräch und Absage.

Formate

Sechs Ideen, die ihr nächste Woche drehen könnt.

Alles mit dem Handy machbar. Mit Profi-Equipment sieht es besser aus, aber die Idee trägt das Video, nicht die Kamera.

Serie

Ein Tag als …

Ein Azubi nimmt euch mit, vom Spind bis zum Feierabend. Pro Beruf eine Folge, und nach drei Folgen wartet schon jemand auf die vierte.

Klartext

Was verdient man hier?

Vergütung im ersten, zweiten und dritten Lehrjahr. Dazu, was es sonst gibt: Fahrtkosten, Werkzeug, Prämien. 20 Sekunden, die mehr bewirken als jede Stellenanzeige.

Mitmachen

Azubis antworten auf Kommentare

Fragen aus den Kommentaren werden zum nächsten Video. Muss man gut in Mathe sein? Wie früh fängt man an? Hält die Community am Laufen und zeigt, dass jemand zuhört.

Vorher, nachher

Das erste Werkstück

Was man im ersten Monat baut und was nach drei Jahren. Zeigt Entwicklung, ohne dass jemand das Wort Perspektive sagen muss.

Ehrlich

Was ich vorher gern gewusst hätte

Azubis erzählen, was sie überrascht hat. Gute und weniger gute Dinge. Wirkt glaubwürdiger als jede Hochglanzbroschüre.

Für Eltern

Ausbilder im Interview

Wer kümmert sich um mein Kind? Wie oft wird übernommen? Ein ruhiges Gespräch mit dem Ausbilder, ausgespielt auf Instagram und Facebook.

Welche Kanäle

Kanal nach Zielgruppe. Nicht nach Bauchgefühl.

Nicht jeder Betrieb braucht alle vier. Welche passen, hängt von euren Berufen und eurer Region ab.

Wen ihr erreicht

TikTok
Schülerinnen und Schüler, gerade die Jüngeren
Instagram
Jugendliche und Eltern
YouTube
Alle, die es genau wissen wollen
Facebook
Eltern, Quereinsteiger, Großeltern

Wofür es gut ist

TikTok
Reichweite bei Leuten, die euch noch nicht kennen
Instagram
Der Ort, an dem man euch nachschlägt, bevor man sich bewirbt
YouTube
Berufe ausführlich erklärt, wird über Google gefunden
Facebook
Bezahlte Reichweite in der Region

Was es braucht

TikTok
Viele kurze Videos, wenig Perfektion
Instagram
Reels, Stories und ein aufgeräumtes Profil
YouTube
Wenige, längere Videos mit langer Lebensdauer
Facebook
Anzeigen und Beiträge für Eltern

Anzeigen an unter 18

TikTok
Nur nach Altersgruppe, nicht personalisiert
Instagram
Nur nach Alter und Ort
YouTube
Nur eingeschränkt
Facebook
Nur nach Alter und Ort
Gut zu wissen

Kein Interessen-Targeting auf Jugendliche.

Seit Februar 2024 verbietet der Digital Services Act Werbung auf Basis von Profiling, wenn eine Plattform weiß, dass jemand minderjährig ist. Meta erlaubt bei unter 18-Jährigen nur noch Alter und Standort. TikTok spielt 13- bis 17-Jährigen in der EU keine personalisierte Werbung aus.

Heißt für euch: Eine Anzeige an "16 bis 17 Jahre, 25 Kilometer um Wetzlar" geht. Eine Anzeige an "16-Jährige, die sich für Technik interessieren" geht nicht. Die Feinarbeit macht deshalb der Inhalt. Wer euch präziseres Targeting auf Schülerinnen und Schüler verspricht, hat das Kleingedruckte nicht gelesen.

Der Zeitplan

Wer im Juni sucht, sucht in den Resten.

Ausbildungsstart ist meist der 1. August oder der 1. September. So sieht das Jahr davor aus.

Juli bis September

Drehen

Die neuen Azubis fangen an, die alten sind im zweiten und dritten Jahr. Jetzt ist der beste Moment für einen Drehtag. Das Material trägt die ganze Saison.

September bis Dezember

Sichtbar werden

Größere Betriebe wählen schon jetzt für das nächste Jahr aus. Wer jetzt regelmäßig postet, ist im Kopf, bevor die Bewerbungen geschrieben werden. Praktikumsplätze anbieten.

Januar bis April

Bewerbungen einsammeln

Hauptphase für Anzeigen. Eltern und Bewerber ab 18 gezielt in der Region ansprechen. Bewerbung per Handy, Antwort innerhalb weniger Tage.

Mai bis Juli

Nachlegen

Im Handwerk und in kleineren Betrieben klappt es oft noch ein halbes Jahr vor Start. Freie Plätze offen zeigen, Praktika in den Sommerferien anbieten.

Bewerbung am Handy

Zwei Minuten. Mehr Geduld hat keiner.

Die meisten Klicks auf eure Videos kommen vom Smartphone. Wenn die Bewerbung dort scheitert, war der Rest umsonst.

  • Kein Anschreiben als Pflicht. Ein paar Sätze zur Person reichen.
  • Keine Registrierung, kein Passwort, kein Kundenkonto.
  • Höchstens fünf Felder: Name, Telefonnummer, E-Mail, Wunschberuf, Schulabschluss.
  • Zeugnis und Lebenslauf als Foto vom Handy erlaubt, gern auch nachreichen.
  • Bewerben per WhatsApp als Alternative anbieten.
  • Ausbildungsvergütung und Ansprechpartner mit Foto direkt auf der Seite.
  • Automatische Eingangsbestätigung, persönliche Antwort innerhalb von drei Werktagen.
  • Praktikum als Einstieg anbieten. Für viele der leichtere erste Schritt.
So arbeiten wir

Vom ersten Call zum ersten Dreh.

Vier Schritte. Danach läuft es regelmäßig.

  1. Bestandsaufnahme

    Welche Berufe, wie viele Plätze, bis wann? Wo bewerben sich die Leute heute, und an welcher Stelle springen sie ab?

  2. Drehtag im Betrieb

    Wir kommen zu euch und drehen mit euren Azubis. Ein Tag bringt Material für mehrere Wochen.

  3. Ausspielen

    Regelmäßige Beiträge auf den Kanälen, die zu euren Berufen passen. Dazu Anzeigen für Eltern und Jugendliche in eurer Region, im erlaubten Rahmen.

  4. Bewerbung und Zahlen

    Ein Bewerbungsweg, der am Handy funktioniert. Und jeden Monat ein Report: Reichweite, Klicks, Bewerbungen.

Was Kunden sagen

Müsst ihr uns nicht glauben. Denen schon.

5,0

4 Bewertungen auf Google

Vielen Dank für die tolle Zusammenarbeit bei der Gestaltung des Firmenlogos und auch bei der Betreuung der sozialen Medien.
Benjamin Arnold
Super unkomplizierte und angenehme Zusammenarbeit. Schnelle Kommunikation, gute Umsetzung und einfach ein sympathischer Kontakt. Genau so wünscht man sich das als Unternehmen. Klare Empfehlung!
Gustavo
Bin sehr zufrieden mit der tollen Zusammenarbeit, werde ich auf jeden Fall weiterempfehlen.
Tanja Böhm
Alle Bewertungen auf Google

Alle Rezensionen stammen aus unserem öffentlichen Google-Unternehmensprofil. Google prüft dort, dass sie von echten Konten kommen. Wir können sie weder bestellen noch löschen.

Häufige Fragen

Was uns dazu gefragt wird.

Lohnt sich Azubi-Recruiting über Social Media für einen kleinen Betrieb?

Ja, sobald ihr jedes Jahr Ausbildungsplätze besetzen wollt und es nicht mehr von allein klappt. Gerade kleine Betriebe profitieren, weil sie im Feed genauso groß wirken wie der Konzern nebenan. Für einen einzelnen Platz alle drei Jahre reicht oft ein Drehtag mit Material für die Bewerbungsphase.

Instagram oder TikTok: Wo sind 15-Jährige heute?

Auf beiden. Instagram nutzen etwas mehr Jugendliche regelmäßig, TikTok holt bei den Jüngeren auf und bringt mehr Reichweite bei Leuten, die euch noch nicht folgen. Wenn ihr nur einen Kanal schafft: Instagram, weil ihr dort auch die Eltern erreicht.

Wann müssen wir anfangen, um Azubis für August zu finden?

Im Herbst des Vorjahres. Viele Jugendliche bewerben sich ein bis anderthalb Jahre vor dem Start, größere Betriebe wählen schon im Spätsommer und Herbst aus. Im Handwerk klappt es oft noch ein halbes Jahr vorher, aber dann ist die Auswahl kleiner.

Dürfen wir Anzeigen gezielt an Schülerinnen und Schüler schalten?

Nur eingeschränkt. Der Digital Services Act verbietet in der EU Werbung auf Basis von Profiling an Minderjährige. Meta erlaubt bei unter 18-Jährigen nur Alter und Standort, TikTok spielt ihnen keine personalisierte Werbung aus. Ihr könnt also eine Altersgruppe in eurer Region ansprechen, aber nicht nach Interessen filtern.

Müssen unsere Azubis vor die Kamera?

Niemand muss. Aber es wirkt am besten. Meist finden sich ein, zwei, die Lust drauf haben. Bei Minderjährigen holen wir vorher die schriftliche Einwilligung der Eltern ein.

Wie oft sollten wir posten?

Zwei bis drei kurze Videos pro Woche in der Bewerbungsphase sind ein guter Rhythmus. Wichtiger als die Zahl ist, dass es nicht abreißt. Lieber jede Woche ein gutes Video als im März zehn und dann Funkstille.

Wie lange dauert es, bis Bewerbungen kommen?

Anzeigen bringen ab dem ersten Tag Klicks. Bis Jugendliche euren Betrieb als Arbeitgeber auf dem Schirm haben, dauert es länger. Rechnet mit mehreren Monaten regelmäßiger Inhalte.

Was kostet Azubi-Recruiting über Social Media?

Kommt auf den Umfang an. Unsere Social-Media-Betreuung startet bei 950 € im Monat (netto), ein Drehtag ist auch einzeln buchbar. Dazu kommt das Werbebudget, das direkt an Meta oder TikTok geht. Den konkreten Preis klären wir im Erstgespräch.

Genug gescrollt?

30 Minuten, ein Kalender-Slot, keine Verbindlichkeit. Hauptsache, ihr seid danach klüger als jetzt.

Azubi-Recruiting über Social Media: So findet ihr Azubis 2026 | lahnside