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Werbeanzeigen

Creative Fatigue

Der Punkt, an dem eine Anzeige nicht mehr wirkt, weil die Zielgruppe sie zu oft gesehen hat.

Auch bekannt als: Anzeigenermüdung, Werbemüdigkeit, Ad Fatigue

Stell dir vor

Der Radiojingle im dritten Monat

Ein Werbejingle ist beim ersten Hören eingängig, beim zwanzigsten erkennbar und beim zweihundertsten unerträglich. Die Melodie hat sich nicht verändert, nur die Geduld der Zuhörer. Genau das passiert mit Anzeigen. Die Zahlen werden schlechter, obwohl ihr nichts falsch gemacht habt – ihr habt nur nichts Neues gemacht.

Warum das zählt

Weil dieses Muster regelmäßig falsch gedeutet wird. Steigen die Kosten, wird am Budget und an den Einstellungen geschraubt, obwohl das Material das Problem ist. Werbung verschleißt. Das ist eingeplanter Aufwand, keine Panne.

Klartext

  1. Warnzeichen: Die Frequenz steigt, die Klickrate fällt, der Klickpreis zieht an. Meist in dieser Reihenfolge.
  2. Neue Farben und ein anderer Schnitt reichen nicht. Es braucht einen neuen Einstieg und einen anderen Blickwinkel.
  3. Nachschub einplanen, bevor es nötig wird. Wer erst produziert, wenn die Zahlen kippen, verliert zwei Wochen.

Genug gescrollt?

30 Minuten, ein Kalender-Slot, keine Verbindlichkeit. Hauptsache, ihr seid danach klüger als jetzt.

Creative Fatigue – einfach erklärt | lahnside-Lexikon