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Social Media

Reel

Kurzes Hochformat-Video, das die Plattform aktiv auch Menschen zeigt, die euch nicht folgen.

Auch bekannt als: Reels, Short, Kurzvideo

Stell dir vor

Straßenmusik statt Vereinskonzert

Ein Vereinskonzert spielt vor denen, die eine Karte gekauft haben. Straßenmusik spielt vor allen, die zufällig vorbeikommen – und muss deshalb in den ersten Takten überzeugen, sonst läuft die Menge weiter. Ein Reel ist Straßenmusik. Es wird Fremden vorgesetzt, nicht Fans. Deswegen funktionieren im Reel andere Regeln als in einem Feed-Post.

Warum das zählt

Reels sind derzeit der zuverlässigste Weg, Menschen zu erreichen, die euch noch nicht kennen. Der Preis dafür: Die Zuschauer haben keine Vorgeschichte mit euch. Insiderwitze, Abkürzungen und ein langsamer Einstieg fallen durch.

Klartext

  1. Die erste Sekunde entscheidet über alles Weitere. Erst danach zählt der Rest des Videos.
  2. Hohe Aufrufzahlen bei Reels bedeuten nicht automatisch neue Follower. Fremde schauen, ohne zu abonnieren.
  3. Ton gehört dazu. Viele schauen stumm, deshalb braucht es Text im Bild – aber mit Ton wird es deutlich besser.
Der typische Denkfehler

Ein Reel ist kein querformatiges Video mit schwarzen Balken links und rechts. Wer so arbeitet, verschenkt zwei Drittel der Bildfläche.

Genug gescrollt?

30 Minuten, ein Kalender-Slot, keine Verbindlichkeit. Hauptsache, ihr seid danach klüger als jetzt.

Reel – einfach erklärt | lahnside-Lexikon